
MuseumLoop

Angesichts der drängenden Herausforderungen des Klimawandels stehen Museen zunehmend in der Verantwortung, nachhaltige und klimaschonende Praktiken nicht nur im Rahmen ihres Ausstellungsprogramms aufzuzeigen, sondern auch innerhalb der eigenen Organisations- und Arbeitsstrukturen fest zu verankern. Besonders im Fokus steht dabei der Umgang mit Ressourcen und hier vor allem die Ausstellungsproduktion – einem zentralen Kernprozess. Denn gerade da zeigt sich derzeit noch ein überwiegend linearer Ablauf: Neue Möbel, Technik und Baustoffe werden gekauft, (unregelmäßig) genutzt und am Ende entsorgt. Am Ende einer Ausstellung steht daher nicht selten ein Container vor der Tür – Sinnbild dafür, dass Veränderung dringend notwendig ist.
Genau hier wollen wir ansetzen und den linearen Produktionsmodus in allen teilnehmenden Institutionen in einen kreislauffähigen Prozess überführen. Das bedeutet, vorhandene Materialien systematisch zu erfassen, zirkulieren zu lassen, die Wieder- und Weiterverwendung planerisch zu berücksichtigen und kreislaufbezogene Praktiken institutionell zu verankern. Nur so kann eine nachhaltige Reduktion von Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen erreicht und zugleich ein zukunftsfähiges Produktionsmodell für Museen etabliert werden.
Eine umfassende Datenbank (“Materialpool/Sharingplattform” – unser Arbeitstitel „Museumloop“) ist der Schlüssel zur effizienten Nutzung des bereits vorhandenen Ausstellungsinventars der teilnehmenden Institutionen. Sie soll dabei helfen, das vorhandene Material wie Möbel oder Medientechnik zu erfassen und Leihvorgänge über institutionelle Grenzen hinweg ermöglichen. Ganz im Sinne einer Sharing-Economy können Museen so ihre Bestände besser nutzen, Kosten durch das Vermeiden von Neuanschaffungen senken sowie den eigenen Ressourcenverbrauch und damit ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren.
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Mit einem Normvokabular zu mehr Kreislaufwirtschaft
Ausgangslage – Was ist eigentlich schon da? Welches Material steht uns für die nächste Ausstellung eigentlich zur Verfügung? Eine Frage, die in Museen immer wieder auftaucht und oft gar nicht so leicht zu beantworten ist. Denn während Sammlungsobjekte in der Regel sorgfältig inventarisiert werden, fehlt für Ausstellungsmaterialien derzeit noch eine systematische Übersicht. Wo befinden sich…
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Kreislaufprojekte United – Wir sind ein Teil davon
Initiiert durch den Stammtisch Nachhaltigkeit des Deutschen Museumsbunds, haben sich vier Kooperationsprojekte zu Kreislaufprojekte United zusammengeschlossen. MuseumLoop ist neben Projekten aus Berlin, Dresden und NRW Teil dieses Netzwerks. Trotz unterschiedlicher Ausrichtungen verfolgen wir alle dasselbe Ziel: eine Sharing Economy im Kulturbereich aufbauen und den linearen Produktionsmodus in kreislauffähige Prozesse überführen. Gemeinsam statt im Alleingang Alle…
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11:0 und MuseumLoop in Berlin
Am 13. Oktober 2026 waren wir zum zweiten Workshop des UBA-Forschungsprojekts „Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft im Bedarfsfeld Freizeit (FreiRess)“ zu Gast im Öko-Institut e. V. in Berlin. Im Fokus stand diesmal die konkrete Ausarbeitung und Bewertung von Handlungsoptionen für ein ressourcenschonendes und klimafreundliches Freizeitfeld. Vom Handlungsfeld zur Maßnahme Im ersten Workshop waren mit unterschiedlichen Stakeholder*innen Handlungsfelder…
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3 neue gemeinsame 11:0 Projekte
Nach dem erfolgreichen Abschluss unserer letzten beiden häuserübergreifenden Projekte zu Dienstreisen – „Gib mir Moor“ – und zur Mülltrennung im Museum – „11 für die Tonne“ – sind wir noch lange nicht am Ziel angekommen. Wir wollen noch weitere zentrale Nachhaltigkeitsthemen aus dem Museumsalltag in konsequenter Zusammenarbeit vertiefen. Deshalb richten wir den Blick direkt auf die nächsten drei gemeinsamen…



