Nach dem erfolgreichen Abschluss unserer letzten beiden häuserübergreifenden Projekte zu Dienstreisen – „Gib mir Moor“ – und zur Mülltrennung im Museum – „11 für die Tonne“ – sind wir noch lange nicht am Ziel angekommen. Wir wollen noch weitere zentrale Nachhaltigkeitsthemen aus dem Museumsalltag in konsequenter Zusammenarbeit vertiefen. Deshalb richten wir den Blick direkt auf die nächsten drei gemeinsamen Vorhaben.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Implementierung eines erweiterten Klimakorridors, ein Systems zur effizienten Erfassung der Besuchendenmobilität und eine Verbesserung von kreislaufwirtschaftlichen Prozessen im Museum. Ziel ist es, praxisnahe, gemeinsame Lösungen zu entwickeln, die den Museumsbetrieb ökologisch verantwortungsvoller gestalten und gleichzeitig im Alltag gut umsetzbar bleiben.
Hamburger Klimakorridor: Das Thema des erweiterten Klimakorridors ist im internationalen Museumsdiskurs schon lange bekannt. Dennoch hadern gerade die Museen im deutschsprachigen Raum mit der Umsetzung. In diesem Projekt erarbeiten die 11:0-Kolleg:innen nicht nur einen Leitfaden für erste Schritte, regelmäßig gestellte Fragen und mögliche Objektlösungen, sondern klären alle elf Häuser im Rahmen eines regelmäßig stattfindenden Gesprächsformats mit Expert:innen auf.
Erfassung der Besuchendenmobilität: Die Besuchendenmobilität ist der größte Hebel in unserer Klimabilanz. Doch wer diesen bearbeiten möchte, muss zunächst verstehen, wie Gäste ins Museum kommen. Dafür braucht es verlässliche Daten. Auf dieser Grundlage lassen sich Mobilitätsstrukturen besser auswerten und gezielte Maßnahmen entwickeln, um klimafreundliche Anreisen zu fördern. Unser Ziel für dieses Projekt ist eine verbesserte Datenerfassungsstruktur und ein vereinfachter Auswertungsprozess.
MuseumLoop. Eine Materialsharingplattform für Elf zu Null und Freunde: MuseumLoop widmet sich der Kreislaufwirtschaft im Museum. Kernstück des Projekts ist deshalb die Entwicklung einer zukunftsweisenden Sharingplattform. Diese soll Kulturinstitutionen dabei helfen, einen klaren Überblick über vorhandene Materialien zu bekommen und ein gegenseitiges Mieten und Vermieten ermöglichen. Durch Registrierung, Vernetzung und mehrfache Nutzung von Inventar sparen wir Neuanschaffungen, senken Kosten und reduzieren den ökologischen Fußabdruck unserer Produktionen erheblich. Perspektivisch soll dieses Projekt auf die gesamte Metropolregion Hamburg erweitert werden. Denn nur gemeinsam gelingt uns eine wirkliche Veränderung.
Gemeinsam beweisen wir: Nachhaltigkeit im Museum ist kein fernes Ideal, sondern ein Prozess, den wir durch Transparenz und Vernetzung tagtäglich ein Stück greifbarer machen. Bleiben Sie gespannt auf die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit!
Foto: CM, 2025
