Am 13. Oktober 2026 waren wir zum zweiten Workshop des UBA-Forschungsprojekts „Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft im Bedarfsfeld Freizeit (FreiRess)“ zu Gast im Öko-Institut e. V. in Berlin. Im Fokus stand diesmal die konkrete Ausarbeitung und Bewertung von Handlungsoptionen für ein ressourcenschonendes und klimafreundliches Freizeitfeld.
Vom Handlungsfeld zur Maßnahme
Im ersten Workshop waren mit unterschiedlichen Stakeholder*innen Handlungsfelder entwickelt worden, von Freizeitgütern im Kreislauf über Gastronomie und Mobilität bis hin zu Kommunikation und Organisation. Sie bündeln Themen mit hohem Minderungspotenzial für Treibhausgase und Ressourcenverbrauch.
Beim zweiten Workshop ging es nun um mögliche Maßnahmen innerhalb dieser Felder: Welche Lösungen gibt es bereits, welche Ideen lassen sich weiterentwickeln? In Kleingruppen wurden eigene Beispiele vorgestellt, eingeordnet, im Gallery Walk priorisiert und anschließend in neuen Gruppen vertieft.
MuseumLoop als Best Practice
Auch 11:0 und MuseumLoop konnten als Best-Practice-Beispiele eingebracht werden:
- MuseumLoop – Ausstellungsmaterialien im Kreislauf: zeigt, wie Materialkreisläufe im Kulturbereich funktionieren können und dass das Thema auch im privaten Kontext relevant ist, etwa beim Verleihen in der Nachbarschaft.
- Informationsreihe „Nachhaltiges Ausstellen“: ein Beispiel dafür, dass neue Arbeitsweisen und Strukturen etabliert werden können, wenn eine gewissen Motivation und Rückhalt aus den Vorständen vorhanden sind.
- Elf zu Null: Hamburger Museen handeln: stärkt Netzwerke, in denen Wissen geteilt, Insellösungen aufgebrochen und gemeinsam gelernt wird.
Eine Idee aus dem Workshop: Best-Practice-Plattform
In unserer Gruppe entstand die Idee einer digitalen Best-Practice-Plattform für das Handlungsfeld Kommunikation & Organisation. Vereine, Organisationen, Institutionen und Projekte könnten dort erprobte Lösungen hochladen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Andere können gezielt recherchieren, ob es zu ihrem Vorhaben bereits vergleichbare Ansätze gibt, und direkt Kontakt aufnehmen.
So müssen gute Ideen nicht immer neu erfunden werden: Wissen wird sichtbar, Lösungen verbreiten sich schneller, und Netzwerke können entstehen, die die Zukunft gemeinsam gestalten.
Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse werden nun gesammelt und weiter ausgearbeitet. Geprüft wird zudem, ob sich ein Folgeprojekt finanzieren lässt, damit aus den vielen guten Ideen konkretes Handeln wird.
Foto: HK, 2026
